Abstrahlwinkel

 

 

Der Abstrahlwinkel gibt an, in welchem Winkel das Licht von einer LED-Lampe ausgestrahlt wird. Nimmt man es ganz genau, dann versteht man unter dem Begriff Abstrahlwinkel einen Aspekt der Richtcharakteristik von Leuchtmitteln. Die Richtercharakteristik wiederum steht für die winkelabhängige Lichtstärke. Diese wird in Candela gemessen und wird für die Beurteilung der Ausleuchtung von Flächen oder von Blendwinkeln einzelner Lichtquellen genutzt.

Bei gerichteten Lichtquellen steht der Abstrahlwinkel für jenen Winkel, der von den seitlichen Punkten, mit denen das Licht vom Leuchtmittel abstrahlt, noch mit halber Maximal-Lichtstärke eingeschlossen wird. Aufgrund dessen wird der Abstrahlwinkel im Fachjargon auch als Halbwertswinkel bezeichnet. Vereinfacht kann man sagen, dass der Abstrahlwinkel Auskunft darüber gibt, in welchem Winkel das Licht nach vorne abgestrahlt wird. Dies gilt natürlich nur bei Leuchten, die auch tatsächlich nach oben strahlen. Bei Leuchtmitteln, die von einer Zimmerdecke hängen und somit nach unten strahlen wird der Begriff „nach vorn“ strahlen durch „nach unten“ strahlen ersetzt. Gemeint ist aber trotzdem immer das Gleiche.

Ein unumstrittener Fakt ist es, dass moderne LED-Lampen ihr Licht viel gerichteter abstrahlen können als herkömmliche Glühbirnen. Das tolle daran ist, dass dies nicht nur bei Spots möglich ist, sondern auch bei sogenannten Rundstrahlern. Um das zu verdeutlichen haben wir in der folgenden Grafik die Lichtverteilungskurven einer 60 Watt Glühlampe mit rund 700 Lumen (rot) und einer 10 Watt LED-Lampe mit 600 Lumen (grün) in einem Diagramm zusammengefasst. Zu beachten ist, dass natürlich beide Leuchtmittel senkrecht von oben herab hängen und ihr Licht in Richtung 0° abstrahlen.



Schaut man sich die Grafik einmal genau an, so wird sofort ersichtlich, dass die LED-Lampe viel stärker in eine bestimmte Richtung abstrahlt als die herkömmliche Glühbirne. Dafür hat die Glühbirne gegenüber der LED-Lampe den augenscheinlichen Vorteil, dass sie das Licht in einem viel größeren Winkel abgibt. Wie bereits oben im Text kurz erwähnt, wird die Lichtstärke als „Lichtstrom pro Raumwinkeleinheit“ in der Einheit Candela gemessen. In unserer Zeichnung sind die Candela-Werte in der Lichtverteilungskurve als größer werdende (Abstrahlungs-)Kreise dargestellt.

Möchte man also wissen, wie groß der Abstrahlwinkel einer LED-Lampe ist, hat man die Möglichkeit dies anhand dieser Kurve zu bestimmen. Der Abstrahlwinkel eines Leuchtmittels ist als der Bereich definiert, in dem bis zur Hälfte der maximalen Lichtstärke gemessen wird.

Zur besseren Verdeutlichung soll das Bild zur rechten Seite helfen:

Dargestellt ist die Unterscheidung zwischen einem Halbwertswinkel (Abstrahlwinkel) und einem Feldwinkel bei einem Spot.

In der Mitte, also in der Lichtverteilungskurve bei 0°, hat das Leuchtmittel ihre maximale Lichtstärke erreicht. Nach rechts und nach links nimmt dann die Lichtstärke ab, so dass irgendwann der sogenannte „Halbwertswinkel“ erreicht wird. In diesem Bereich strahlt die Lampe mit mindestens der halben, maximalen Lichtstärke ab. Hieraus resultiert dann der offizielle Abstrahlwinkel. Selbstverständlich wird auch hierüber hinaus immer weiter Licht abgegeben. Unter dem Namen „Feldwinkel“ wird dann der Bereich bis zu einem Zehntel der maximalen Lichtstärke aufgeführt.

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